Frei sein

Es wohnt Genuss im dunklen Waldesgrün,
Entzücken weilt auf unbetretner Düne,
Gesellschaft ist, wo alles menschenleer,
Musik im Wellenschlag am ewigen Meer,
Die Menschen lieb ich, die Natur noch mehr.

Der Weg unserer wahren Natur...unserem wahren Leben, leben wir ihn noch? Ich sehe Menschen die einem im Kindesalter schon beibringen wollen, dass Karriere wichtig für die Zukunft ist. Ich halte Karriere für eine Erfindung des 20. Jahrhunderts, auf sie lege ich keinen Wert. Man legt uns ans Herz den Richtigen Weg zu gehen um später einmal ein erfülltes Leben zu haben und glücklich zu sein....möglichst einen hohen Schulabschluss, Studium ist hervorragend und danach einen gut bezahlten Job damit wir nie notleiden müssen. Ihr Wahn zum überflüssigen Materialismus, er droht mir mich täglich mit zu reißen. Folge dem Trend, kauf ein neues Auto, weil alle ein neues haben. Pass auf, dass die Nachbarn nicht falsch von dir denken. Mach keine Dummheiten. Sei anständig und verantwortungsbewusst.
Doch sie haben Unrecht, wenn sie denken die Freude im Leben würde hauptsächlich aus menschlichen Beziehungen bestehen. Die Natur hat sie überall um uns gelegt, Sie steckt überall drin, in allen Dingen wo wir fähig sind sie zu erfahren. Wir müssen nur unsere Sichtweise auf diese Dinge ändern.
Das Leben, welches vor uns liegt kann jedoch gestaltet werden, es ist nicht unser unabänderliches Schicksal. Wir sind nicht dazu verdammt freiwillig in diesem gesellschaftlichen Käfig zu leben, wir haben die Möglichkeit unser Leben so zu gestalten wie wir es möchten. Wir können uns unser Leben aussuchen...wählen wir dieses, wo wir im materiellen Überfluss leben, unsere Gedanken nur noch im Finanzcheck und dem Einkaufshaus wandern oder das einfache Leben der Natur, das „Leben im Dreck“, der grenzenlosen Freiheit.....leider ist zweiteres ein langer Weg bis dahin.
Eines Tages werde auch ich frei sein. Damit meine ich nicht den Rest meines Lebens aus der Gesellschaft ausbrechen zu wollen und in der Wildnis zu leben, nein, aber vllt. Monate..oder wenige Jahre, diese Erfahrung der unbeschränkten Freiheit brauche ich. Danach kann ich entweder ein Buch über meine Reise, mit dokumentierten Fotoaufnahmen und meiner Gedanken zur heutigen Gesellschaft schreiben oder wieder dem Beruf nachgehen, welchen ich vor meiner Reise zu Ende gelernt haben möchte.
Ich weiß nicht einmal wie ich zu dem Entschluss gekommen bin, ich merkte lediglich, dass dieses Leben der Zerstreuung, der falschen Sicherheit, wo nur Konkurrenz und kein Miteinander herrscht kein Leben für mich ist. Ich fühlte mich der Natur schon immer hingezogen, sie war es die mich im Leben erstaunen lies, nicht die  großartige Architektur von Menschenhand. Ziel für mich ist es, das zu ermöglichen...ohne Geld und ohne Verkehrsmittel mehrere Monatelang los zu trampen. Ich denke das Gefühl dieser Freiheit kann man nicht beschreiben, man muss es erlebt haben.
Jeder muss selbst wissen was ihm gut tut und welches Leben er wählt, ich werde jedenfalls alles dafür tun um in 5 Jahren bereit zu sein, auch wenn es ein harter Weg ist. Doch das Leben das ich hier momentan führe ist kein Leben. Zwischen Menschen zu leben die nur nach Anerkennung streben, gemein zueinander sind und ohne die Technik nicht mehr überleben können. Genauso bin ich abhängig von ihr, das Internet nutze ich täglich, mehrere Stunden...ich will mich schon lange zeit davon befreien, jedoch zwecklos. Aber wenn alle Vorbereitungen abgeschlossen sind...werde ich die Reise antreten, denn ich muss wissen wie es sich anfühlt „frei“ zu sein.

Mit gebeugten Knien
kann man nicht frei sein.
Ich erhebe meine leere Tasse
und bitte still darum,
dass man mich so nimmt, wie ich bin.

Das Leben umkreist die Menschen,
droht sie zu verschlucken.
Ihr halbes Leben lang sagen sie Ehefrauen
Gute Nacht, die sie kaum kennen.
Ich hab den Kopf voller Fragen,
den Lehrmeister in meiner Seele.
Das ist der Lauf der Dinge...

Komm nicht näher,
sonst muss ich gehen.
Mit der Macht der Schwerkraft
ziehen mich manche Ort an.
Wenn mich überhaupt jemand
zu Hause hamten könnte,
dann wärst du das...

Alle, denen ich begegne,
leben freiwillig in Käfigen.
Sie denken an mich und meinen Weg,
aber ich bin nicht so, wie sie denken.
Ich bin empört,
aber meine Gedanken sind rein.
Ich lebe...

Den Wind in meinen Haaren,
fühle ich mich überall zugehörig.
Unter meinem Sein erscheint eine Straße,
die verschwunden war.
Nachts höre ich die Bäume
mit den Toten singen.
Ganz weit oben...

Überlasst es mir, meinen Weg zu finden.
Seht mich als einen Satelliten,
der immerzu kreist.
Ich kenne all die Regeln,
aber die Regeln kennen mich nicht.
Garantiert nicht...

 

31.1.12 22:49


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